Die Vielfalt der Ökosysteme, Arten und genetischen Variation mündet im Begriff Biodiversität (biological diversity – biodiversity). “Die Natur braucht uns nicht, aber wir die Natur!” ist eine Kampfformel zum Schutze der Habitate. Abnehmende Stabilität durch landwirtschaftliche Nutzung und zerstückelte Lebensräume, überbaute Landschaften und Zerstörung ökologischer Nischen betrifft die Populationen der menschlichen Spezies auf der südlichen Halbkugel am stärksten.
- Wie lässt sich eine nachhaltige Nutzung bei gerechtem Vorteilsausgleich etablieren, die die Vielfalt des Lebens auf der Erde fördert?
- Finden sich außer den Flächen von Wäldern und geschützten Naturflächen sowie der Wasserqualität noch andere Indikatoren für Biodiversität?
- Besteht notwendigerweise ein Widerspruch zwischen urbanen Räumen und der Natur?
- Wie lassen sich Ökosysteme in der Stadt am effektivsten schützen und fördern?
- Ist es überhaupt richtig von Natur in der Stadt zu sprechen, wenn damit lediglich künstlich angelegte Grünanlagen gemeint sind?
Biodiversität – ganz wichtiges Thema gerade auch für den Bildungsbereich und im internationalen globalen Kontext (Stichwort Biopiraterie) sowie im Zeichen des Klimawandels.
Anwesende dieser Diskussion waren:
Fazit:
)1( Partizipation – vor Ort, etwas physisches
Und die Verwaltung muss Kompetenzen abgeben und sich über ihre Begrenzung bewusst werden. Aber wir müssen auch deren Kompetenzen respektieren.
Ministerium heißt ja eigentlich Dienst – dienen.
)2( Wildnis in der Stadt. Freiräume wertschätzen.
Vielfalt der Formen – von beiden Seiten.
)3( aktiv werden – an die Themen heranführen, vormachen, lernen und lehren – 22. Mai – internationaler Tag der Biodiversität – critical mass vor Ort wirken – Stiftung Interkultur hat eine PDF zu dem Thema.
Stärker auch innerhalb der Bezirke aufeinander Verweisen. Kreuzberg, Pankow, Zehlendorf – es sind viele Aktionen vorhanden.
Kerstin 2 – Flächen schaffen, nicht nur in der Stadt, vor allen Dingen aber auch, die die Natur einfach machen lassen.
Wolfgang – Aktivitäten interessanter machen – die Leute müssen Produkte erwerben, bestellen können. Es muss sich auszahlen. Ökonomische Belange dürfen nicht außer Acht gelassen werden.
Das Umland mit einbeziehen – Flächen aufkaufen, entfalten. Das Engagement zu systematisieren, erfahrbarer zu machen.
Michael – noch ein kleiner Versuch einer Konkretisierung: Stadt/Land Berlin Kampagne 2010 Reinald Schubert (engagiert, Agendaprozess…), AUCN – Weltnaturverband, alle Akteure können sich einklinken.
Spanned, Teil einer internationalen Bewegung zu sein.
Wanderausstellung durch Rathäuser, Seite schlecht der Ausstellung, man sieht nicht wo sie sind.
— staatliche Stellen beteiligen, aber nicht die Regie übergeben — sich nicht ausliefern — die Themen sich autonom entfalten zu lassen
Beteiligen. Machen. Mitgestalten. (nicht aneignen)
Einwurf:
Frauke – Viele kleine Aktionen, die einen Rahmen eröffnen, sind etwas Großes. Critcal Mass; vor Ort etwas tun.
Es kann Spaß machen, freundlich sein und auffallen – Stichwort Fahrradparade.
http://vimeo.com/5708745
Kerstin – Beteiligungsaspekt. Forderungen sind nicht alles, auch in den Wegen braucht’s Vielfalt. Dialog. Das machbare Machen. vern e.V. in Greifenberg gehen ganz normale Leute hin, die auch alte Sorten als Wert erkennen. Nicht nur Abgefahrne guerillia Gärtner.
Michael – 2017 – Internationale Gartenbau Ausstellung auf dem nördlichen Tempelhofer Feld. Wie kommuniziert man den Beteiligten (grün berlin, Verwaltung) )LGS – Hamm – Begrünung von Halden als Beispiel) unsere Ideen?
Transition Town – Berlin hochverschuldet – viele Arbeitslose – positive Zukunftsvisionen leiten eine Umsetzung. Perspektive: Wie es denn aussehen könnte. Was die Regierungen veranstalten ist phantasielos, langweil. Motivation ist der Schlüssel.
Frauke – das Praktische: 2010 ist das Jahr der Biodiversität, am 22.5. ist der internationale Tag der Biodiversität. Vernetzungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit für die Tage. RosaRose … Freiraumlabor – “Normalinteressierte” an diese Themen rantragen. Zu sensibilisieren. Geotag der Artenvielfalt, langer Tag der Stadtnatur, Umweltfestival, …
Die letzten Redebeiträge kommen langsam. Und zurück zum Praktischen.
Die Leute brauchen etwas, das sie mit nach Hause nehmen können. Nicht nur öffentliche Flächen spielen eine Rolle – auch Ländereien außerhalb der Stadt.
Schwermetalle und so im Boden.
Die Pflanzen überhaupt wieder kennenlernen – was ernten können – nicht nur Apelle und alles. Sie müssen einen Nutzen sehen können.
Wie spannend das ist, welche Früchte da kommen.
<<<Werbeblock>>>
Transistiontown entwickelt eine lokale Kreislaufwirtschaft mit den Nachbarn.
Berlin hat die besten Voraussetzungen – global gesehen keine typische Großstadt, eigentlich provinziell. Die vielen kleinen Dörfer sind das Potential, eine nachhaltige Stadtentwicklung durchzusetzen.
Bedenken gegen etatistische Konzepte werden – des sich an den Staat wendens – geäußert.
Es scheint sich zu wiederholen: Was könnten gelungene und misslungene Beispiele sein, etwas konkretes, um konkrete Maßnahmen zu knüpfen, nicht nur Worte spielen zu lassen, sondern auch die Verwaltung mit einbeziehen.
Vielleicht sollten wir in einem Bezirk mit einem Bauamt im Rahmen der Agenda 21 , Stichwort Bürgerhaushalte, Biodiversität fördern können? -> bundeszentrale für politische bildung ist da dran.
Lichtenberg ist doch ganz groß darin!
Wer ist der Träger der Verantwortung?
Ausschreibungen interdisziplinär gestalten, wie kann man Biodiversität für die Menschen interessanter machen?
—Bewusstsein über Freiräume in Berlin fehlt, da sie massiv anwesend waren. Wie wertvoll, erhaltenswert Freiräume, Freiflächen, unbebaute Flächen sind.
Berlin war vor 25 Jahren die viertgrünste Stadt Europas.
Biodiversität hat kein Label.
Da ist alles amorph, das ist nicht warenförmig, gar anti-warenförmig. Die Menschen sind es nicht gewohnt, nicht nur auf das Ästhetische, die Erscheinung zu achten, sondern auch auf die harten Fakten, die Realität.
Und das ist bedrohlich.
Bedingungsloses Grundeinkommen
Den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich einbringen zu können
Insgesamt scheint diese Diskussion der engagierten Aktivisten mit großem persönlichen Elan und starker Emotionalität geführt zu werden.
Votum lanciert an die politische Ebene:
Inkompetenz der Verwaltung in Bezug auf Dialog und Mitwirkerschaft muss abgebaut werden. Interkulturalität ist in Mitte bei einem Garten eines Museums zur Falle geworden, die alles einstürzen lies, da die Verwaltung selbst nicht mit Interkulturalität umgehen konnte.
Der Quantensprung den Bürgerinnen und Bürgern ihre Allmende zurückzugeben.
Interdisziplinäre Planung scheint es nirgends zu geben.
Kehler Weg / Dahlem – größte berliner Freifläche mit Wildwuchs, die einfach abgeholzt wurde.
Das geht auch gegen die Bewohner einer Gegend.
http://www.dreschflegel-saatgut.de/
Beteiligung zur Bewirtschaftung öffentlicher Flächen:
divers, Aufwand, Nischen, Vielfalt – ein Amt kann das nicht leisten, geht davon aus, die Bürger brechen ab und man sollte vielleicht die nachhaltige Ressource Bürgerbeteiligung zu erkennen, dass es u.U. auch langfriste Engagements gibt.
Berlin – die Mauer ist gefallen – und wir erhalten keine Freiräume, in denen Pflanzen wachsen (Südgelende Schöneberg als gutes Beispiel), die es nirgends sonst mehr gibt.
Zugewucherte Flächen werden “schön gemacht” und quadratisch praktisch gut vereinheitlicht. Und da fängt das an.
Vielleicht ist das schon ein Ansatz für unsere konkreten Abschlussideen?
Entschleunigung – slow food – scheint der Kern der Geschichte zu sein, gute und handgemachte Lebensmittel zu genießen.
Weg von der Hektik. Aber, die kurze Zwischenfrage:
vern.de – Verein zur Züchtung alter Pflanzensorten
Bildungsarbeit: Wie bekommt man die Leute dazu, ihre Zeit in das Schaffen zu investieren, wie kommen wir zusammen, wie vernetzen wir konkret uns Menschen? Kollaboration sei das vom Kulturtisch entlehne Konzept der Zukunft.
Vielfalt von Formen, von Möglichkeiten ermöglichen!
Vormachen, einfach “Leben” um Menschen für etwas zu gewinnen. Und welche Formen gibt es, wie teilkommerzielle Bauerngärten, Selbstversorgung zu ermöglichen? Einheit ist eben nicht das Ziel.
Oktober 2009 Nobelpreisträgerin Ökonomie ganz wichtig – Restbestände von kooperativen Kulturen – Trittbrettfahrer, Drückeberger, Opportunisten?
Einige mitgebrachte Malchower Tomatenstauden blühen tatsächlich schon – bei diesem Wetter!
Transition Town propagiert auch Permakultur: Eben keine Monokultur, sondern das ganze Jahr über eine Verfügbarkeit von Nutzpflanzen.
AUTOS ABSCHAFFEN!
Bambus anbauen, um daraus ein Fahrrad zu bauen. (Und Dachbegrünung kann auch als kapitalistisches Projekt gesehen werden – denn ein Markt bleibt es.)
Das massive Sterben will seit Rio ’92 ganzheitlich bekämpft werden: Eben neben der Artenvielfalt, die allgemein bekannt sein sollte, auch die genetische Vielfalt und solche der Habitate, Lebensräume zu sichern.
Transition Town strebt mit dem Begriff “Transition” ein Leben ohne Erdöl an – ein Ansatz der Grünen Universität ist die vollständige Begrünung von Dach-, Fassaden- und Balkonflächen. Somit würde ein Haus selbst zu einem großen Biotop.
Vielfalt in der Stadt, Kiezgärten, interkultureller Dialog, Transition Town – um nur einige aufgeschnappte Begriffe der Vorstellungsrunde bekanntzugeben.
Naturjournalisten, Gesundheit & Bildung – Der Begriff selbst, Biodiversität, scheint nicht einfach verständlich zu sein.
Also: “Was heißt Biodiversität für eine Stadt wie Berlin?” Die soziale Dimension kann nicht unbeachtet bleiben.
Grüne Freiflächen und guerillia gardening sind praktische Ansätze…
Akademie der Künste // 14.05.2010
Thementisch Biodiversität
Es geht los!
My home in Berlin is situated at the end of the innercity areas. Alt-Treptow is next to Kreuzberg an Neukölln but the population ist only a third of theirs on a km². Between the houses there are many plants, trees and also many birds an animals. There is a fox-familiy living in our neighbourhood. I once saw one of the adults walking 10 feet behind a lady. At fist glance I thought it was her dog.
I think many animals can adapt to towwnlife as long as their are not haunted by men aaaand as long as they habe enough open space for their ways an homes. They can get used to people like us, who come for a visit on saturdays an sundays for a relaxed chill. As long as they have there space at week days. -)
This is why I do not want more an more (town)houses being built in Berlin. The open spaces are important for the quality of living in town. It is so relaxing to watch a sqirrel in front of ones window.
it might be that our future city had more biodiversity than the countryside… a city can be an amazing system of habitats for the most amazing range of flora and fauna… combining diverse cultures and diverse plants and animals… the city can, potentially, be a productive environment, and not only a place for consuming and consumption… our future city, a place for diversity and biodiversity
22. Mai
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt
http://www.biodiversity-day.info/bday2010-home.html?&L=6
2010, the international year of biodiversity!
see also the web site:
http://www.countdown2010.net/year-biodiversity
The UN declared 2010 the International Year of Biodiversity (IYB). Throughout the year countless initiatives will be organized to disseminate information, promote the protection of biodiversity and encourage organizations, institutions, companies and individuals to take direct action to reduce the constant loss of biological diversity worldwide.
There is a saying amongst Slow Food supporters in the United States, “you have to eat it to save it”. This refers to hundreds of forgotten fruits, vegetables, animal breeds, and other food traditions that are threatened with extinction because of competition with the efficient mainstreamed global food system. These old timey varieties will simply not survive if we don’t keep producers in the business of preserving them and people in the customs preparing and eating them.
Why should we preserve these unusual, sometimes funny looking, often difficult to grow varieties? This question can be debated. While it’s true that we must turn to science to help us develop varieties that can feed our inverse cone of ever increasing population and downward spiral of land fertility rates, anyone involved with sustainability will point out that biodiversity is necessarily for the preservation of life in the long run. Not just our lives but that of the entire planet. Preserving these varieties helps us to maintain balance in nature and is security against the failure of monoculture as history has proven. The diversity of food varieties also reflects the diversity of people, culture, and geography of the planet. They are a window to our past and a method for preserving our future.
Slow Food Deutschland has been active in helping to preserve biodiversity and local food traditions. Here in Berlin there is an effort to encourage the production and consumption of the Telltower Rubichen, a turnip variety that long ago adapted to the sandy soils of the region and established itself as part of the regional diet. Today it’s a small harvest compared to what it used to be. Demand just isn’t there. Recently a German colleague told me, “no one eats them anymore”. But I found that’s not true! You have to look for them, but the Rubichens are sold seasonally in some grocery stores and from farmers who are interested in preserving biodiversity, and are even on some restaurant menus.
I suspect for some Berlin old timers it’s just not winter without a good Telltower Rubichen stew and so they will seek them out. However for the younger generations tempted by convenience and choice at the supermarket, why would they go out of their way to seek, purchase and prepare the hairy little Rubichen?
I believe in order to prolong the cultivation of Rubichens and other traditional varieties; they have to be available at reasonable price, at convenient locations, and with good educational materials. This sounds more simple than it actually is. Preserving biodiversity in the food system requires a systemic effort from seed savers, farmers, chefs, consumers, education groups, and sometimes government to identify and justify their existence. Most importantly it requires an alternative economy that can support a competitive paradigm with the global food system.
Unfortunately it’s a David and Goliath situation in many developing countries like India where alternative economies for these products are not yet strong and producers can’t survive unless they grow crops that can be sold into the global marketplace. These are rarely heritage breeds and often genetically modified varieties which offer the best yields.
Surprisingly many American farmers will tell you the same thing about the ubiquitous monocultures of corn and soybeans they grow; it’s the only way they can survive. It’s true to some extent that for some farms, the economics of the situation force them to grow crops at scale for a global market or sell their land. However a growing number of smaller farmers in the U.S. are proving that there are sustainable alternatives to monocultures. This exists largely because of the increasingly developed alternative economies of farmers markets and CSAs (Aboquiste) and other so called ‘value chains’.
I am still learning about how these systems work in Berlin, but I know this is a global challenge. People like Vandana Shiva from the Navdanya Institute and Gary Paul Nabhan from RAFT (Renewing America’s Food Traditions) have inspired me through their teachings of the role of preserving biodiversity in the food system and how we can do it.
Natur hat für mich eine sehr persönlich und zentrale Bedeutung. Ich bin in einer kleinen Stadt aufgewachsen und habe jeden Sommer auf dem Bauernhof meiner Großeltern verbracht. Ausflüge in den Wald und an den See waren immer großartige Ereignisse, die mein Leben nachhaltig geprägt haben. Naturerfahrung war keine rein Passiv-betrachtende. Vielmehr haben wir Natur gelebt und mit ihr gelebt: sei es indem wir Pilze und Beeren gesammelt haben, gefischt haben oder am See gezeltet haben. Ein Beispiel für das Leben mit der natürlichen Umwelt: Unser Kühlschrank beim Zelten war ein etwa ein Meter tiefes Loch im Wald, das unser Essen immer wundervoll kühl gehalten hat.
In einer Großstadt wie Berlin “springt” die Natur die Bewohner nicht an, weil es zu Vieles gibt, das sie vedrängt und übersehen läßt. Vielmehr muss man sich auf die Suche machen, um sie bewußt erleben zu können. Deswegen ist jeder Baum, jeder Vogel, jeder Käfer so bedeutsam. Es gibt einige kleinere und größere Biotope: Sei es der Park, der viele Pflanzen- und Tierarten beheimatet, oder die Ziegelmauer in meinem Hinterhof, die zwar nicht schön aussieht, aber zahlreichen Spinnen, Kellerasseln und anderen Käfern als Lebensraum dient. Solche Orte müssen unbedingt erhalten bleiben, nicht nur um Tieren und Pflanzen als Lebensraum zu dienen, sondern auch um unsere Lebensqualität zu bereichern. Wie ein Sozialphilosoph sinngemäß feststellte: Sensibilität gegenüber der Natur ist eine notwendige Voraussetzung für einen behutsamen Umgang der Menschen miteinander.