Der Energieverbrauch der Menschheit stellt uns vor bisher ungeahnte ökologische Herausforderungen. Die fortschreitende Urbanisierung wie Technisierung des Alltags und die damit verbundene Abhängigkeit von elektrischer Energie haben seit ihrem Aufkommen zu einem massiven Raubbau an der Natur geführt. Energiesparmaßnahmen brauchen eine ökologische sowie eine soziale Orientierung. In einem radikal dezentralisierten Markt werden Berlins zukünftigen Bewohner in erster Linie Energieproduzenten und erst dann Energiekonsumenten sein!
Dies führt zu neuen Fragen:
- Wie lassen sich regenerative Energieformen kostengünstig einer breiten Masse zur Verfügung stellen?
- Was sind bereits im eigenen Haushalt umzusetzende Alltagspraktiken zur Schonung des Planeten?
- Welche Möglichkeiten gibt es eine dezentrale Wärme- und Elektrizitätsversorgung zu garantieren (Minigeneratoren, Solaranlagen, Windenergie, etc.)?
- In welchen alternativen Energieträgern kann ein Potential sozial verträglicher, ökologisch produzierter und ökonomisch rentabler Energiegewinnung ausgemacht werden?
- Unter welchen Vorzeichen könnten die nicht nachhaltigen Energieträger (Kohle, Uran, …) des vorherrschenden Energiediskurses ihre öko-logische Leitrolle neu definieren?
Die Zeit ist abgelaufen.
Die drei Sätze aus den Feldern: 1.Jedermann, 2.Eigentümer & 3.Stadt
1. “In allem was ich nutze, steckt kostbare Energie. Wie ich sie gebrauche, entscheidet über den Lebensstandard unser aller Zukunft.”
2.”Energiesparen lohnt sich, es steigert den Wert meines Hauses und macht es zukunftsfähig.” ->http://www.verbraucherzentrale.de/
3.”Die Eigentümer der Gebäude sollen verpflichtet werden, den spezifischen Energieverbrauch und die CO2 Bilanz in den kommenden Jahren schrittweise (&sozialverträglich) zu reduzieren.”
…und der obligatorische vierte Satz: “Umweltbildung & Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen in den Berliner Schulen einen hohen Stellenwert erhalten.”
Es bleiben noch acht Minuten für drei Lösungsvorschläge… die Zeit läuft
“Energie ist nicht nur Heizenergie.” C-Hertweck
Mobilität =/= Heizen.
“Ich kann entscheiden, ob ich das Auto, das Fahrrad oder den Fußweg nehme (…) beim Heizen hat man “weniger” Wahlmöglichkeiten.” -C.Kötting
“Mit welcher Temperatur? 24° mit T-Shirt oder 18° mit Pullover?” – B.Bössenroth
“Ich will nicht frieren.” -Prime Lee
–> Konsumverhalten als nächsten großen Themenpunkt
Anreize für Mieter schaffen: “Weniger Verbauch wird rentabel gestaltet, höherer Verbauch wird mit zusätzlichen Mehrkosten “geahndet” “- Strages
Handlungsempfehlungen? (Drei soll es am Ende der Diskussion geben)
Vorschlag: Nach den drei Gruppen: 1.Jedermann 2.Eigentümer 3.Stadt (Legislative & Exekutive)
“Was können wir tun, damit die Menschen sich mehr für das Thema interessieren?”
-Mit einzelnen Menschen reden/aufklären/beraten (Von “Warum kostet warmes Wasser Geld?” bis “Worauf muss ich bei der Anschaffung einer Solaranlage achten” -Strages
-Mit Aufgabe der schulischen Bildungsarbeit!!! (Physik- & Chemieunterricht) -Susanne Bischof
-Wenn man das Interesse wecken will, muss man klarmachen worum es geht. Vor allem junge Leute ansprechen. ->Klimabotschafter & Freiwilliges ökologisches Jahr (Bewusstsein fördern/schaffen) –> Aufgabe für den Staat (Forderung)
“Die nächsten 20 Jahre werden entscheiden, wie die kommenden 50 aussehen werden (…) wir leben in einer Luxusgesellschaft (…) wird in 20 Jahren für kaum noch jemanden lebbar sein (…) das ist keine Angst (sondern Realität)… es geht um auch Wohlstand (…)” -Strages
Bestes Beispiel: Kraftstoffpreise -> Hier wären die Menschen am ehsten bereit umzudenken. Vielleicht ein Ausgangspunkt?
Im Verkehrsbereich gibt es mittlerweile Vorschriften (…) müsste auf den Heizungsbereich übertragen werden und gesetzlich rigoros durchgesetzt werden – ”solange ich es machen darf, mache ich es… sobald ich nicht mehr darf, steige ich um” -Gsedl
Was wäre hier eine Forderung?
Erster Punkt: Information der Verbraucher ist essentiell!
“Man kann sich nicht für alles interessieren.” “Anreize müssen von außen für Hauseigentümer kommen” -Strages
CO2 und Atomkraft sind viel eher von Interesse als BHKs.
“Preis ist entscheidend. (…) Energiekosten werden steigen (…)” -Berthold
Unabhängig von dem Weg der Erzeugung ist die Höhe des Verbrauchs!
Vorschlag vom BUND per Gesetz die Reduzierung des Energieverbrauchs vorzuschreiben? (Vorschriften existieren bisher nur für Neubauten. “…nicht ausreichend” -Berger)
Was kann man konkret als Eigentümer tun? (Zwie Eigentümer in der Runde anwesend)
“Blockheizkraftwerk (BHK): Unglaublich kompliziert (…)”
-> Einbau, Verteilung des Stroms, Vorschriften, Miteigenentümer… viele Dinge zu beachten.
…was sonst?
Wäremdämmung! Einsparungspotentiale!
BSR bereitet Biogasaufbereitung vor – großes Lob von Herrn Berthold.
“Es geht nicht um einen Ersatz des Erdgases (…) abgepeilt sind 20%”
Berger: “Potential der Abfall-Biogas-Erzeugung noch längst nicht ausgeschöpft. (…) nächstes große Quelle: Abwässer (…) Anbau von Biogas kann umweltverträglich geschehen: Wildpflanzen, Mehrfachkulturen (Pflanzen) auf Feldern, nicht düngen (…)”
Biogas als neues Thema:
Strages: “Biogas ist nicht gleich Biogas” – wo kommt das Material her?
Sebald an Berthold: “Wie funktioniert ihre Biogasanlage?”
Gwendolyn Sebald: “Wo steht Berlin im bundesweiten vergleich”
Berger: “Berlin ist Schlusslicht was EE angeht.
Woran liegt das?
Sebastian Strages: Peak Oil, Berlin ungünstige Lage?, der Wechsel steht zwangsläufig an…
Susanne Bischof: “Das Problem ist nicht, dass die Berliner es nicht wollen, sondern oft nicht die Möglichkeit haben.” Untermieter, Hauseigentümer “Ich hätte gerne ein Blockheizkraftwerk auf unserem Balkon, wenn es sich anders nicht einrichten lässt.”
Sebald: “Man kann sich in Wohnungsgemeinschaften zusammentun.”
Berthold: “Das Problem ist: Erdgas & Energie interessiert kaum einen (…), die Menschen interessieren sich kaum dafür wo ihr Gas herkommt. “
die Russengasgeschichte im Winter hat für einiges Aufsehen gesorgt. Auch die Werbung für billigeres Gas und Strom bringt es letztlich mit sich, dass sich viele mit der Thematik auseinadersetzen
Berger: “Die Menschen sind gefragt (…) Initiative von unten (…) aus der Bevölkerung, nicht von Unternehmen um eine nachhaltige Energiepolitik zu erreichen.”
Otto Berthold: “Vattenfall hätte dieser zentrale Versorger sein können (…) Voraussetzungen waren gegeben (…)”
Die GASAG ist für Vielfalt, damit die Verbraucher nicht der Willkür eines Monopolisten ausgesetzt sind.
“Nicht zwangsläufig zu GASAG (…) auch bspw. Lichtblick bietet Gas an.”
Berger: “Wir brauchen kleine Kraftwerke, Blockheizkraftwerke (…) und eine Vielfalt an EEs (…) Geothermie…”
Ersten Leitfragen des Moderators: “Vielfalt in der Energie – ist das gut?” ”Wäre eine einzige Anlaufstelle, die alles regeln kann, nicht besser?”
Kurz nach 10 und es geht los mit einer Vorstellungsrunde, anwesend sind/shortly past 10pm and here we go, participants are: Otto Berthold, Prime Lee (Moderator), Aljoscha Bukowski, Sebastian Strages, Hartwig Berger, susanne Bischoff, Paul Taschner, Gwendolyn Sebald, Bernhard Bössenroth, Christian Hertweck, und Peter Gsedl, Masen Khattag und Christian Kötting
erneuerbare Energie ist nicht krisenanfällig wie die Kernkraft. Die Langfristigkeit und Gefährlichkeit von Kernenergie ist nicht zu verantworten vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Ungewissheit
offtopic: vermutlich jetzt schon der satz des abends / assumedly word of the day “förderverein mit bayrischem migrationshintergrund” (sorta “development association with a touch of Bavarian migrational background” but hard to translate puns…)
Es folgen die Impulsreferate/Input-presentations by:
1.Otto Berthold (GASAG) 2.Live-Schaltung in den Bauwagen am Naturkundemuseum/online live video input: Hans Zosch (Lohmühle) 3.Susanne Husse (Berliner Kunsthalle) 4.Frauke Hehl (workstation ideenaufruf e.V.) 5.Michael Wimmer (Förderverein ökologischer Landbau)
viertel nach und es geht los! katrin fleischer spricht die begrüßungsworte
quarter past and here we go: katrin fleischer is introducing the following night and the program
(I’ll try to keep you english folks updated but can’t promise i’ll be able to keep up listening and translating at the same time…)
… so it’s 11min left til the show begins
t= -11min bis zur Begrüßung und dann geht’s an das ersten Impulsreferat!
… important is not only what kind of energy we are “consuming” but the control over this energy! is the management and design and decision-making decentrally organized, or in the hands of a few multi-national coroprations? to what extent does the production of energy respect local climate and geography, but also local cultural possibilities and interests? in the end, we need to have the goal of becoming energy producers… to become more independent, and more creative, and more sustainable !
…one of the most important things we can all do, and actually a very easy thing to do, is to cut off our personal support for nuclear energy and non-renewable energy in general… change your energy source!
see the following link:
http://www.atomausstieg-selber-machen.de
Ja das ist wahr. Natürlich kostet es mehr, aber das ist wie bei der Kirchensteuer. Es ist ein kleiner Beitrag und man sollte sich nicht nur fragen, ob man diesen Beitrag vor seinem Budget verantworten kann, sondern auch, ob man seine Versorgerwahl vor seinem Gewissen verantworten kann.
what I heard about alternative energy, is that it lives only by financial subvention and that it is always necessary to built as much resources of conventional energy for the days without sun or wind. And as much as I know there is potential for decentralized solutions for the very local private use, like biomass or wind as additional energy provider, but tiny solar panels on the balcony seem to be inefficient. There is no other way as working hard on reduction and saving
I think that it is vital for a sustainable development to decentralize the energy market and to support private forms of producing electricity. On every balcony there should be a tiny solar panel, because the sun is for free!
we need more renewable energy !!!